29.–30. Mai 2026
Seminarort: Im Dreesfeld 2, 49762 Renkenberge
Seminargebühr: 650 €
Teilnehmerbescheinigung inklusive
Menschen mit Traumafolgestörungen benötigen in der therapeutischen Begleitung ein hohes Maß an Sicherheit, Stabilisierung und fein abgestimmter Beziehungsarbeit. Traumatische Erfahrungen sind häufig mit tiefgreifenden Störungen in Bindung, Selbstregulation und Körperwahrnehmung verbunden.
Pferde eröffnen in diesem Kontext einen besonderen Zugang: Als hochsensible Resonanzwesen reagieren sie unmittelbar auf Körpersprache, innere Spannungszustände und emotionale Prozesse. Dadurch ermöglichen sie eine nonverbale, authentische Begegnungsebene, die Stabilisierung, Selbstwirksamkeit und Beziehungsfähigkeit fördern kann.
Dieses Intensivseminar vermittelt fundierte traumatherapeutische Grundlagen und verbindet diese mit konkreter, praxisnaher pferdegestützter Arbeit. Ziel ist es, Fachkräften Sicherheit, methodische Vielfalt und professionelle Handlungskompetenz für die Arbeit mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu vermitteln.
Grundlagen zu Trauma und Traumafolgestörungen
Bindungstheorie und ihre Bedeutung für die therapeutische Beziehung
Neurobiologische Aspekte (u. a. Polyvagaltheorie)
Ressourcenaktivierung und Stabilisierungstechniken
Traumasensible Kommunikation
Konkrete therapeutische Übungen in Kleingruppen
Methodische Umsetzung für verschiedene Altersgruppen
Systemische Aufstellungen mit Pferden
Gestaltung sicherer Settings in der traumasensiblen Arbeit
Arbeit mit eigenen Fallbeispielen
Kollegiale Intervision
Fachliche Supervision durch die Seminarleitung
Videomaterial und strukturierte Fallanalyse zur Vertiefung des Theorie-Praxis-Transfers
Das Seminar beinhaltet bewusst Selbsterfahrungseinheiten. Eigene Themen können in einem geschützten professionellen Rahmen reflektiert und integriert werden. Die Verbindung von Selbsterfahrung, Gruppendynamik und praktischer Arbeit mit den Pferden ermöglicht nachhaltiges Lernen mit Langzeitwirkung.